Ich bin Migrant, Muslim und Journalist. Diese Kombination ist ziemlich selten, denn laut Schätzungen haben gerade einmal fünf Prozent der Journalist:innen einen sogenannten Migrationshintergrund. Das muss sich ändern.
Viele Medien sehen Volkswagen in einem Shitstorm. Dabei ist die Kritik an dem rassistischen Werbespot genau das Gegenteil. Sie ist eine Sternstunde sozialer Netzwerke.
Seit Ausbruch des Corona-Virus sind Wissenschaftler in Politik-Talkshows Dauergäste. Wenn das nach der Pandemie so bleibt, haben wir eine Chance auf eine differenzierte Integrationsdebatte in diesem Land.
In sozialen Netzwerken ist eine muslimische Gegenöffentlichkeit als Reaktion zur tendenziell negativen Islam-Berichterstattung entstanden. Muslimische Blogger vermitteln darin ein alternatives Islambild, weil sie sich mit den Inhalten etablierter Medien kaum identifizieren können. Damit sind Chancen, aber auch Risiken für die Demokratie verbunden.
#Metwo ist kein Shitsorm, keine Eintagsfliege und kein Gejammer von undankbaren Migranten, wie einige behaupten. #Metwo ist ein Korrektiv der bisherigen Berichterstattung, demokratischer Protest und zehntausendfacher Ausdruck realer Diskriminierung.
Im vergangenen Herbst wurde eine Freiburger Studentin vergewaltigt und anschließend ermordet. Nun beginnt der Prozess. Kein Sexualmord hat über das ganze Jahr hinweg eine so große mediale Aufmerksamkeit erregt. Ein Blick auf die Herkunft des Täters erklärt das Warum.