Medien und Wissenschaftler können schnell in Ungnade fallen, sobald Ergebnisse nicht das Weltbild der Leser bestätigen. So geschehen in der Religionsmonitorstudie 2017
Ein psychisch kranker, Drogen konsumierender Muslim geht auf unschuldige Passanten in Hamburg-Barmbek los. Traurige Bilanz: Ein Toter, sieben Verletzte. Es sind wiederum Muslime, die noch schlimmeres verhindern. Welche Rolle spielte die Religion? Und wie sollten Medien mit der Nennung des Islams umgehen?
Der Presserat hat die Richtlinie zur Nennung der Herkunft von Straftätern geändert. Herkunft und Religion von Straftätern sollen in Zukunft genannt werden, wenn ein begründetes öffentliches Interesse vorliegt – eine fatale Entscheidung.
Zentralrat-Chef Aiman Mazyek beklagt im Gespräch mit dem MiGAZIN die negative Islamberichterstattung in den Medien und fordert von der Politik, Muslime in die Rundfunkräte zu integrieren. Er steht staatlicher Nachhilfe für Medienmacher kritisch gegenüber und plädiert an die Eigenverantwortung islamischer Dachverbände.
Das Bundesinnenministerium will im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz einen Workshop mit deutschen Chefredakteuren veranstalten. Es soll um die mediale Wahrnehmung von Muslimen gehen. Der Deutsche Journalistenverband wehrt sich dagegen. Zu Unrecht, wie ich finde.
Die parlamentarische Arbeit ruht, aber von einem Sommerloch kann keine Rede sein. Die Welt dreht sich weiter und die Ereignisse überschlagen sich. Terroranschläge im Tagestakt und die Flüchtlinge stranden stündlich an den Südküsten Europas. Es bleibt nicht viel Zeit zum Innenhalten. Dabei hätten wir das gerade jetzt bitter nötig.