Das geplatzte Treffen zwischen Spitzenvertretern der AfD und dem Zentralrat der Muslime erhitzt die Gemüter. Gescheiterte Gespräche sind jedoch besser als keine.
In Essen ereigneten sich am Wochenende eine Messerstecherei und eine Schießerei. Die Täter sind Einwanderer aus dem Libanon. Die Herkunft zu nennen ist in diesem Fall keine Frage der Diskriminierung, sondern der Erklärung.
Nach Terroranschlägen, die im Namen des Islam verübt werden, stellen sich viele Muslime immer wieder die Frage, wie sie reagieren sollen. Distanzieren, verurteilen oder schweigen?
Nach der Silvesternacht in Köln entfachte eine Debatte darüber, ob die Herkunft von Verdächtigen und Straftätern in den Medien erwähnt werden sollte. Der Presserat hat getagt, beraten und entschieden. Die Richtlinie des Pressekodex bleibt. Und das ist auch gut so.
Internetnutzer erfüllen oft die Funktion der Stichwortgeber für Medien und Politik. Dabei wird vergessen, dass sie keine gesamtgesellschaftliche Bewegung repräsentieren.